Samstag, 23. November 2019

Große Stadt und kleine Welt

Moin ihr Lieben,

heute mal nichts mit Sonnenuntergang und Meer. Aber ein bisschen Ostfriesland gibt es trotzdem.

Zunächst einmal aber ein kleiner Abstecher in die Großstadt.
Im Oktober fand wieder die Frankfurter Buchmesse statt und in diesem Jahr war auch ich wieder dabei.
Mein Ziel: ganz viele neue Bücher sehen, Buchmenschen treffen UND mit der Kamera auf den Eisernen Steg und die Frankfurter Skyline am Abend fotografieren.
Vor zwei Jahren hatte ich genau dies ja schon einmal gemacht, hatte aber meine Kamera im Hotel vergessen (nicht so schlau...). In diesem Jahr habe ich sie mitgenommen und hatte wirklich Glück! Ich bin mittwochs angereist und auf der Hinfahrt hat es NUR geregnet. Ich befürchtete bereits, dass die kleine Fototour im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt.
Aber pünktlich zu meiner Ankunft in Frankfurt hörte der Regen auf. Also habe ich schnell ins Hotel eingecheckt und bin gleich losgezogen.

Ui, so eine Großstadt alleine zu erkunden finde ich reichlich anstrengend. Immerhin wusste ich schon, wohin ich will und wie ich dort auch hin komme. Trotzdem staunte ich mal wieder über die Menge der Menschen.
Gefühlt habe ich an diesem Abend 3x so viele Menschen gesehen, wie in Norden leben.
Dauerhaft wäre mir das echt zu anstrengend.


Am Mainufer angekommen war die Sonne gerade untergegangen. Die Lichter in den Hochhäusern gingen an und ich konnte gleich mit der Kamera loslegen.
Wenngleich ich mich in einer Großstadt schnell überfordert bin, finde ich eine solche Aussicht doch total faszinierend.


Daher liebe ich diese Bilder irgendwie. Aber ich war trotzdem froh, am darauffolgenden Tag in meine Buchhandelswelt auf der Messe abzutauchen und abends Frankfurt wieder den Rücken zu kehren...

Und nun komme ich zum Kontrastprogramm.

Denn Welten, die mir mehr liegen und die ich deutlich länger aushalten könnte, sind die Waldwelten. Besonders im Herbst. Denn ich liebe Pilze. Nicht, um sie zu sammeln und zu essen, sondern um sie zu fotografieren.


Pilze sind für mich DAS Symbol für den Herbst. Und Herbst bedeutet: tolles Licht und wundervolle Farben. Durch raschelndes Laub laufen. Die "Pause" in der Natur wird eingeläutet.

Und dann eben die Pilze. Es gibt so viele Arten.
Manchmal stehen sie vermeindlich alleine auf leerer Fläche rum.


 Manchmal tummeln sie sich in Gruppen auf alten Baumstümpfen.



Manche Pilzarten wirken unglaublich zart, fast unscheinbar und zerbrechlich.


Manche sind groß, farbig und auch durchaus giftig.


Tatsächlich habe ich kaum Ahnung, was das alles für Pilze sind. Okay, den Fliegenpilz erkenne ich gerade noch... Aber sind sie nicht fast alle irgendwie hübsch?

Schade, dass die Pilzsaison so schnell wieder vorbei ist.
Nun kann man an manchen Tagen den Winter fast schon riechen. Er steht in den Startlöchern.
Ich bin gespannt, was er uns in diesem Jahr so bringt.

Bis bald ihr Lieben!

Sonntag, 17. November 2019

Nordlichter am Meer

Moin ihr Lieben,

normalerweise findet ja einmal im Jahr die Illumina in Lütetsburg statt. Diese gönnt sich aber in diesem Jahr eine Planungspause.
Aber so ganz ohne Illuminationen wollte ich den Oktober dann auch nicht verstreichen lassen, weswegen ich in diesem Jahr mal die Veranstaltung "Nordlichter am Meer" in Norddeich besucht habe.
Vor ein paar Jahren habe ich mir die Aktion schon mal angeschaut. Es ist ganz schön, aber nur bedingt ein Ersatz für die Illumina, die bei weitem aufwändiger und spektakulärer geplant ist. Aber egal. Besser als nichts.
Zunächst haben wir uns aber den herrlichen Sonnenuntergang angeschaut. Bei Sonnenschein macht eine solche Veranstaltung ja auch wenig Sinn...



Zunächst sah es nicht so aus, als sollten wir einen Sonnenuntergang zu sehen bekommen, aber ich erahnte einen wolkenlosen Streifen am Horizont. UND ich sollte Recht behalten.


Schnell war die Sonne wieder weg und wir machten uns auf den Weg in Richtung Kurpark.
Auf dem Platz vor dem Lesesaal waren mehrere "Fressbuden" aufgebaut. Da war die Wahl des Abendessens nicht ganz so einfach.
Nachdem wir uns entschieden hatten und gestärkt waren, haben wir uns mit hunderten anderen Menschen, die an diesem Tag die gleiche Idee hatten, durch den Kurparkt geschoben.


Es war wirklich voll und dadurch nicht so einfach, gute Fotos zu machen.
Die allermeisten Illuminationen waren frei zugänglich, sodass mir ständig Menschen in die Langzeitbelichtung liefen.


Aber Geduld zahlt sich auch in der Fotografie aus.


Und so gelang mit doch das ein oder andere Bild ohne Menschen drauf ;)


Ich konnte ein bisschen Langzeitbelichtung üben und dadurch auch noch etwas lernen.
Trotzdem hoffe ich sehr, dass es im nächsten Jahr wieder eine Illumina in Lütetsburg gibt. Denn auch, wenn das "Nordlichter am Meer" ganz schön war, gefällt mir die Veranstaltung in Lütetsburg doch deutlich besser.


So ist aber für jeden etwas dabei.

Bis bald ihr Lieben

Montag, 11. November 2019

Lauf, Nordlicht... Lauf!

Moin ihr Lieben,

Anfang September war wieder Borkumzeit!
Ich liebe diese Insel. Sie ist zwar groß und nicht so schnuckelig wie zum Beispiel Spiekeroog, aber sie hat irgendwie ihren eigenen Charme.

Das Wetter war echt okay. Nicht ganz so traumhaft, wie im letzten Jahr, aber es hat absolut gereicht. Ab und an Regen und Wind - aber immer wieder mit Sonnenschein.

Wir kamen am Freitag an. Uuuh... Früh aufstehen, denn um 8 Uhr fuhr die Fähre in Emden schon los. Nun ja. Wenigstens konnten wir auf dem Schiff noch etwas dösen.

Nachdem wir auf der Insel dann unser Ferienzimmer bezogen hatten, ging es zunächst einkaufen und dann ab an den Strand und Mittagessen suchen.


Und dann konnten wir unsere Startunterlagen abholen. Denn ja, wir waren auch in diesem Jahr wieder auf Borkum, um sozusagen über die Insel zu rennen. Der Meilenlauf stand am Samstag an. Ich hatte mich wieder für die 5,4 km angemeldet (bisher dachte ich immer, dass es genau 5km sind, aber nachdem auch dieses Mal mein runtastic schon weit vor dem Ziel die 5km meldete, habe ich nach dem Lauf nachgefragt. Aber dazu später mehr ;) ). Meine Ziele: nicht Letzte werden und schneller als im vergangenen Jahr zu sein. 


Nachdem wir die Startunterlagen hatten, hatten wir noch eine Verabredung mit einem Borkumer Autoren - wir hatten uns den Postweg mal gespart und ich habe die Bücher für den Laden gleich bei ihm abgeholt - und dann ging es zur Nudelparty. Mjammi :D


Ja und am Samstag war dann der große Tag. Boah, war ich aufgeregt. Am Vorabend war es noch recht ungemütlich und vor allem windig. Ich sah meine Ziele schon mit dem Wind davon fliegen, weil ich fürchtete, gegen ebendiesen ankämpfen zu müssen. Regen war mir egal, aber Gegenwind ist echt nicht so meines.



Aber am Samstag war von Wind schon nicht mehr viel zu merken. Nur der Regen pladderte noch unablässig. Um 12:15 Uhr startete unser Lauf. Etwa um 12:10 Uhr hörte es auf zu regnen und ab etwa 12:20 Uhr schien die Sonne! Extra für uns.
Tja, und was soll ich sagen? Ich kam nicht als letzte Läuferin ins Ziel UND war sogar mehr als eine Minute schneller als im vergangenen Jahr!


Nach der Anstrengung hieß es dann nur noch: ausspannen und den Tag genießen.

Auch am Sonntag waren wir viiiel spazieren. Und am späten Nachmittag ging es dann schon wieder zurück in Richtung Festland.

Es war wieder so ein wundervolles Wochenende auf Borkum. Ich freue mich jetzt schon auf das kommende Jahr!

Samstag, 3. August 2019

Abschalten ganz hoch oben - Die Baumhäuser mitten in Ostfriesland

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Moin ihr Lieben,

wer an Ostfriesland denkt, der denkt vermutlich an das Meer, die Inseln, Deiche, Leuchttürme, Fischkutter...
… aber vermutlich nicht an Wälder und Baumhäuser.

Ein großer Wald – der Lütetsburger Forst – ist jedoch nicht weit entfernt und nun gibt es auch noch drei Baumhäuser. Nicht im Forst, sondern an einem Miniwaldstück auf dem Lütetsburger Golfclub. Bereits 2016 wurden die Pläne zum Bau dieser Baumhäuser bekannt gegeben und nun sind sie endlich fertig. Bereits in der Bauphase hatte ich mal eine Anfrage gestellt, ob ich mir ein solches Baumhaus wohl mal anschauen könnte.
Wer mich ein wenig kennt, der fragt sich jetzt sicher: DIE will sich ein BAUMHAUS angucken?
Ja, denn ich habe ziemliche Höhenangst. Aber trotzdem hat mich das Thema ziemlich fasziniert.

Und nun war es endlich soweit. Ich durfte mir eines der Baumhäuser mal genauer anschauen. Da diese aber mitten auf dem Golfplatz stehen, beginnt das Abenteuer schon beim bzw. kurz nach dem Check-in. Dieser findet im Büro des Golfclubs statt. Nach aller Bürokratie bekommen die Gäste nicht nur den Schlüssel für das Baumhaus in die Hand gedrückt, sondern auch den für ein Golfcart. Mit der Wegbeschreibung im Kopf (notfalls ist der Weg aber auch ausgeschildert) sowie dem Gepäck auf dem Cart, tuckert man in Richtung seiner neuen Unterkunft auf Zeit. 

Da hinter den Tannen sollen sie stehen...
Hier und da fragt man sich eventuell, ob man wirklich auf dem richtigen Weg ist, denn von den Baumhäusern sieht man lange Zeit absolut nichts.

Noch einmal um die Ecke
Erst hinter der letzten Kurve kommen sie zum Vorschein. Drei Stück an der Zahl auf der Südseite eines kleinen Waldstückes.

Die drei Stelzenhäuser Voss (Fuchs), Dacks (Dachs) und Reei (Reh) wirken ein klein wenig futuristisch, fügen sich aber wunderbar in ihre Umgebung ein.


Das Haus Voss durfte ich mir auch von Innen anschauen, da es gerade nicht vermietet war. Meine persönliche erste Hürde waren hier allerdings die Treppen. Ich hatte es auf Fotos schon vermutet: es sind durchlässige Stufen. Aber ich bin ja tapfer und somit nahezu ohne zu zögern die fast 20 Stufen zum Sonnendeck hochgeklettert.

Natürlich gibt es auch gemütliche Auflagen
Ja, dort kann man es wohl aushalten. Gemütlich dasitzen, die Ruhe und das Rauschen der Blätter genießen und ein paar Golfer beobachten. Leider war ich nicht zum ausspannen da. Und der wirkliche Hammer sollte erst noch kommen. Ein paar wenige weitere Stufen trennten mich noch von Baumhausinneren. Neben der Tür sitzt im Voss ein ausgestopfter Namensgeber.


Ob nun im Haus Reei auch ein Reh steht, weiß ich nicht. Mein Ding ist das nicht. Aber das sollte meine Begeisterung für den Rest des Hauses nicht trüben.

Es zieht einen praktisch direkt nach rechts in die Wohnküche. Und zum riesigen Panoramafenster. Wunderschön mit dem Schattenriss eines Baumes verziert.


Die Küche ist eingerichtet mit allem, was man braucht. Geschirr, Besteck, Kochutensilien... Alles da und modern.



Frühstück mit Tee und Aussicht

Der "Wohnbereich" ist zwar klein, aber nicht weniger gemütlich. Wer mal keine Lust mehr hat, aus dem Fenster zu schauen - es steht sogar ein Fernglas bereit - für den steht auch ein Fernseher zur Verfügung. TV sowie W-Lan müssen hinzugebucht werden. Denn eigentlich soll es ja um Ruhe und Entspannung gehen...


Wer aber glaubt, dass es jetzt nicht mehr besser werden kann, der irrt... Vorbei am Kinderzimmer mit einem Doppelstockbett und einem großen Badezimmer (das zeige ich euch gleich noch) geht es über eine schmale Treppe hoch auf die Empore, die gleichzeitig das Schlafzimmer ist.
Ich sage es euch: ich verspürte plötzlich eine große Müdigkeit und den Drang, mich in das große, gemütlich aussehende Doppelbett zu legen.


Morgens mit einem solchen Ausblick aufzuwachen, muss schon etwas ganz Besonderes sein. Und wenn das Wetter den Ausblick mal vermiesen sollte, kann man einfach die Vorhänge zu machen und gemütlich im Bett liegen blieben.

Was für ein Ausblick
Nachdem ich mich dann also zusammengerissen und doch nicht hingelegt habe, ging es wieder runter. Ein kurzer Blick ins Badezimmer...


... und mal kurz über den Balkon gelinst. Sagte ich es schon? Was für eine Aussicht! Und welche eine Ruhe!


Nun hieß es wieder Abschied nehmen von diesem wundervollen Ort. Über die Treppe fällt man praktisch in das kleine Waldstück.


Anbei nochmal ein paar Außenaufnahmen. Wie gesagt: etwas futuristisch, aber wunderschön!



Mein Fazit: Die Baumhäuser am Lütetsburger Golfplatz sind schon etwas ganz Besonderes. Wer also einen naturnahen Erholungsurlaub mit ein wenig Luxus sucht, der ist hier ganz richtig.

Anbei noch die Eckdaten:

Pro Nacht zahlen im ca. 70qm großen Baumhaus
2 Erwachsene 150€
2 Erwachsene und 2 Kinder 180€
4 Erwachsene 200€

Hinzu kommen noch die Endreinigungskosten in Höhe von 70€.
In den Monaten April bis Oktober - also in der Saison - beträgt die Mindestaufenthaltsdauer 3 Nächte. Außerhalb der Saison 2 Nächte.

Wenn ihr weitere Informationen haben oder gleich eines der Baumhäuser buchen wollt, dann schaut gerne hier: Lütetsburger Baumhäuser

Wenngleich ich ein echter Angsthase bin, was Höhe angeht, konnte ich es in den Baumhäusern gut aushalten. Sogar auf dem schmalen Balkon vorne habe ich mich kurz aufgehalten.Die Häuser sind selbstverständlich absolut stabil gebaut.

Ja und als wäre DAS nicht schon genug Aufregung für einen Vormittag gewesen, durfte ich dann fast nebenan noch etwas ganz Neues besichtigen.

Erstmals in diesem Jahr wird es nämlich gegenüber vom Lütetsburger Schloss ein Maislabyrinth geben. Der Mais ist nun hoch genug um sich zu verirren (;)) und daher wird das Labyrinth vorraussichtlich am kommenden Wochenende eröffnet.
Ich durfte es mir schon vorher anschauen.

Etwa in der Mitte des Feldes steht eine kleine Aussichtplattform
Das Feld ist riesig und ich ein Orientierungstrottel, daher war ich mehr als froh, einen Plan und jemanden, der sich auskennt, dabei zu haben. Ansonsten würde ich vermutlich immer noch durch die Gänge irren.
Am Eingang bekommt man besagten Plan ausgehändigt. Einfach nur durchlaufen ist nicht. Im Labyrinth sind 4 Stempel versteckt. Hat man also seine Stempel gesammelt - und wieder aus dem Maisfeld herausgefunden - kann man sich einen kleinen Gewinn abholen und hat zudem noch die Möglichkeit, an einem großen Gewinnspiel teilzunehmen. Und um wieder den Bogen zu meinem obigen Bericht zu schlagen: zu gewinnen gibt es ein Wochenende in einem der Baumhäuser.






Mais, Mais, Mais... Nichts als Mais zu sehen
Falls ihr mich also sucht: ich irre im Maisfeld rum und suche Stempel (für alle, die denken, ich hätte ja nun einen Vorteil: nix da. Zum einen bin ich nur hinter meiner Begleitperson hergerannt, um sie bloß nicht zu verlieren und zum anderen waren die Stempel noch gar nicht versteckt ;)

Weitere Informationen zum Maislabyrinth und der genauen Eröffnung findet ihr auf der Homepage vom Schloss Lütetsburg, der Facebookseite, bei Instagram oder der Tagespresse.

Vielen Dank an Stefan Olbrich, das Team vom Golfclub und alle, die mir diesen Beitrag ermöglicht haben!

Und damit wünsche ich euch noch ein angenehmes Wochenende!

Bis bald, ihr Lieben!!!

Samstag, 6. Juli 2019

Mein erster Fotoworkshop

Moin ihr Lieben,

der Sommer ist nun so richtig da! Wir hier an der Küste haben noch echt Glück. Die richtig heißen Tage beschränkten sich auf ein Minimum. Lediglich an drei Tagen haben wir echt gestöhnt. An allen anderen pendelten die Temperaturen bei etwa 20 Grad rum.

Einer der heißeren Tage war der Samstag letzter Woche. Ausgerechnet da hatte ich aber nun einen Fotoworkshop gebucht. Aber gut. Besser als Regen. Und so stand ich mit meiner besten Freundin, ein paar weiteren Teilnehmern und unserem Workshopleiter bei 28 Grad auf dem Parkdecks des Norder Tors und wir lernten allerhand spannendes über das fotografieren mit der Zeitautomatik gelernt.


Auch Tipps zur Motivauswahl und der richtigen Bildgestaltung gab es reichlich.


Und natürlich blieben wir nicht auf dem Parkdeck, sondern wanderten noch ein wenig durch Norden - auf der Suche nach den passenden Motiven.
Vorbei an der Doornkaatflasche auf die Brücke über dem Norder Tief - mit Blick auf die Frisiamühle, die leider langsam vor sich hin verrottet...


... hin zum alten Norder Hafen. Dort wurde auch der "Holzkopf" aufgepackt... ;)



An dieser Stelle machten sich die ersten Teilnehmer auf den Weg nach Hause. Inzwischen war und nur noch warm.
Wir restlichen (Hobby-)Fotografen machten uns nach einer kurzen Pause im Schatten und einem Getränke-Stop im Supermarkt dann noch auf zum Marktplatz.






Ich merkte bei mir allerdings, dass hier bei mir nun die Luft raus war. Ich hatte hunger, war müde und voll verschwitzt.

So haben wir nur noch ein paar Bilder gemacht, eine weitere Pause im Schatten eingelegt, noch etwas mit unserem Workshopleiter gequatscht...



... und uns dann einen leckeren Salat und Eis zum Tagesausklang gegönnt...

Übrigens... Am 20.7. findet wieder so ein Workshop - von Foto Ekkenga organisiert - statt. Diesmal zum Thema Makrofotografie. Alle Informationen dazu gibt es bei Foto Ekkenga in Norden. Ich kann aus Erfahrung sagen: lohnt sich!

Bis bald, ihr Lieben!



Sonntag, 23. Juni 2019

Leuchtende Wolken

 Moin ihr Lieben,

am vergangenen Freitag gab es in Norden ein ganz besonderes Naturschauspiel zu beobachten. Ab kurz vor 23 Uhr kündigten sich so genannte leuchtende Nachtwolken an. Das sind Eiskristalle, die sich in etwa 80-85km Höhe befinden. Diese werden noch bzw. schon leicht von der Sonne angestrahlt. Daher sieht man die leuchtenden Nachtwolken entweder kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang. Und das in unserer Region am ehesten im Juni und Juli.

Bis vor kurzem hatte ich noch nie welche gesehen. Aber dann schrieb eine Bekannte kürzlich mal am späten Abend bei Facebook, man solle mal rausschauen, es seien leuchtende Nachtwolken zu sehen. Ich war da schon auf dem Weg ins Bett, hatte mich kurz vorher aber bei einem letzten Blick aus dem Fenster schon gewundert, dass es am Horizont noch so hell war. Nach dieser Nachricht, habe ich dann doch nochmal meine Brille geholt und näher hingeschaut. Und siehe da: es zeigten sich in Richtung Küste silbern schimmernde Wolken, die mich total faszinierten.

Ab diesem Abend schaute ich jeden Abend genauer hin. Zu sehen war jedoch nichts. Bis zum letzten Freitag. Besagte Bekannte schrieb mich an und meinte, dass in dieser Nacht vermutlich besonders starke Wolken zu sehen sein würden.

Ich schaute raus und sah so etwas wie leichte „Federwolken“. Ich war unsicher, ob das wirklich leuchtende Nachtwolken sein könnten. Also fragte ich in einer Facebookgruppe nach. Dort kamen schon die ersten Meldungen über leuchtende Nachtwolken und man schrieb mir, dass das auf jeden Fall ziemlich beeindruckend große Nachtwolken seien.
Also packte ich Kamera und Stativ zusammen. Als ich das nächste Mal aus dem Fenster schaute, sah das Ganze schon deutlich beeindruckender und vor allem leuchtender aus. Nun wurde ich richtig aufgeregt. Ich schmiss meine Ausrüstung in mein Fotomobil und fuhr nach Norddeich. Auf dem Deich hoffte ich, einen guten Blick zu haben. Die Wolken leuchteten mir praktisch den Weg und wurden immer intensiver.



Auf dem Deich angekommen, stand ich erst einmal staunend und absolut beeindruckt da. So etwas wunderschönes hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Am unteren Horizont leuchtete der Himmel noch leicht rot vom Sonnenuntergang. Darüber erstreckten sich über eine riesige Fläche die leuchtenden Wolken.
Ich sag' euch was: mein größter Traum ist es irgendwann einmal die Nordlichter zu sehen. Dieses Erlebnis kam dem schon recht nahe...
Nach dem ersten Staunen habe ich dann auch die Kamera ausgepackt und Fotos gemacht. So faszinierend!
Zum Teil sahen die Strukturen aus, wie der Wattboden 80km unter ihnen.


Dafür hat es sich wirklich gelohnt, nochmal rauszufahren und am Samstag dann etwas übermüdet im Laden zu stehen. Denn natürlich konnte ich dann zuhause nicht einfach die Kamera in die Ecke packen und schlafen gehen. Ich wollte sofort wissen, ob die Bilder was geworden sind. Und ich würde sagen: ja, das sind sie. 



Nun hoffe ich, dass ich vielleicht in diesem Sommer vielleicht nochmal leuchtende Nachtwolke sehen darf. Denn nun bin ich erst recht angefixt :D


Habt ihr sie auch gesehen? Am Freitag waren die Nachtwolken nämlich bis weit ins Land zu sehen. Wunderschön, oder?

So, da es heute Abend ein wenig zuzieht, vermute ich, dass ich einfach ins Bett gehen kann, ohne was spannendes zu verpassen ;)

Bis bald, ihr Lieben! Kommt gut in die kommende, heiße Woche!







Donnerstag, 16. Mai 2019

Zuhause bei Otto

Moin ihr Lieben,

ich habe euch nicht vergessen. Hier kommt nun endlich was Neues von mir :) In letzter Zeit gab es nicht viel zu berichten und ich habe auch hauptsächlich im Garten rumgeknipst ;)

Nun habe ich seit Samstag endlich, endlich, ENDLICH ein kleines Fotomobil und kann quer durch Ostfriesland düsen. :D

Das habe ich gestern dann auch ausgenutzt und bin recht spontan nach Pilsum gefahren, um den berühmten Ottoleuchtturm im Abendlicht zu fotografieren.


Das Wetter war perfekt. Sonne, ein paar flauschige Federwolken, klare Luft... Und irgendwie schien ich mit meiner Idee auch recht alleine gewesen zu sein, da ich zunächst nur eine andere Spaziergängerin traf. Später kamen noch ein paar Menschen, aber ich habe schon deutlich mehr Trubel dort erlebt.


Der Sonnenuntergang war herrlich. Nahezu kitschig schön. Ich saß auf dem Deich, vor mir sprangen plötzlich ein Reh und ein Feldhase durch die Salzwiesen. Gänseschwärme flogen immer wieder auf. Am Horizont zogen zwei Segelschiffe vorbei. Ich sag ja: Kitsch :D Aber so wundervoll ;)


Nachdem die Sonne sich verabschiedet hatte, habe ich noch kurz die Deichschafe nebenan besucht. Waren die NIEDLICH!
Eine Gruppe Lämmer war total mutig. Immer wieder kamen sie heran, sprangen wieder weg, nur um dann wieder neugierig in meine Nähe zu kommen.
Irgendwann traute sich ein besonders mutiges Lamm ganz nah heran. Das war total putzig.






Mir wurde es jedoch schnell kalt, sodass ich irgendwann mit dem Fotomobil wieder zurück nach Hause gedüst. Aber dieser Ausflug hat sich absolut gelohnt!

Nun hoffe ich, dass ich wieder öfter zum fotografieren komme :D Ich bin gepannt :)


Bis bald, ihr Lieben!