Samstag, 8. August 2015

Rauf auf den Kutter!

Moin ihr Lieben,

das vergangene Wochenende war ziemlich ereignisreich.
Da ich das Ganze ja von hinten aufrolle und bereits vom vergangenen Sonntag berichtet habe, ist nun der Samstag dran.

Am Samstag war am Norddeicher Osthafen Hafenfest.
Dazu gehörte auch der Kutterkorso (weswegen wir im Grunde auch gekommen sind).
Zu drei verschiedenen Zeiten konnte man in einen der sieben geschmückten Krabbenkutter steigen und eine Tour zwischen Juist und Norderney mitfahren.
Theoretisch zumindest. Denn da die Plätze sehr begrenzt waren (in der Zeitung stand, dass je Kutter 25 Menschen mitfahren können) aber gefühlt 1000 Menschen anstanden, waren die Plätze auf dem Kutter heiß begehrt. An vier Schlangen haben wir erfolglos angestanden. Erst beim fünften und letzten Kutter hatten wir Glück und konnten als allerletztes noch schnell mit aufs Boot hüpfen.

Und dann ging es auch schon los. Besonders lustig: vom Kutter, der neben uns angekettet war, rief es plötzlich: „Huhu, Nordliiiiicht!“ Tja und da standen dann zwei junge Damen, die ich durch eine Facebookgruppe kenne. Wie klein die Welt doch ist. Ich wusste zwar, dass sie auch zum Hafenfest kommen wollten, aber dass sie ausgerechnet neben uns auf dem Kutter waren, war dann doch überraschend.  

 Die Karavane zieht weiter....

Begleitet wurde der Kutterkorso von großen und kleinen Schiffen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

 Kleiner Flitzer namens Johann Fidi

Und auch andere Bötchen überholten uns.

 Zisch....

Das nächste Boot kam uns entgegen. Das ist nämlich die MS Groninger. Das Schiff, mit dem die Seebestattungen stattfinden.
HIER habe ich darüber schonmal berichtet.
 

 Einer der anderen Kutter

 Bunt geschmückt waren sie

Zwischen Norderney und Juist blieben unsere Kutter dann stehen und "stellten" sich im Kreis auf. Zunächst wussten wir gar nicht, was es damit auf sich hat. Als dann aber zwischen uns die Boote der DGzRS (oben genannter Seenotretter) herfuhren, dämmerte es mir. Im Veranstaltungsprogramm hatte ich gelesen, dass eine Vorführung der DGzRS stattfinden sollte, aber da konnte ich mir nichts drunter vorstellen. Und nun waren wir mitten drin. 
Die kleinen Boote sind um uns herumgerast und haben ordentlich Wellen verursacht. 


Dann hat das große Boot gezeigt, dass es auch Feuer löschen kann. Es war zwar kein Feuer da, aber zeigen kann man es ja trotzdem mal.


Auf der anderen Seite schwammen plötzlich zwei Menschen im Wasser und haben durch Leuchtfeuer auf sich aufmerksam gemacht. Die wurden dann schnell gerettet.

 Man kann die beiden Menschen erahnen. Da, wo es qualmt.

 Ein anderer Kutter mit Norderney im Hintergrund

 Der Seenotkreuzer Bernhard Gruben. Hinten kann er das Tochterboot Johann Fidi huckepack nehmen

Nach ca. 1 1/2 Stunden ging es dann wieder zurück zum Norddeicher Hafen. Als erster Kutter gestartet waren wir nun die letzten.

Unterwegs konnten wir dann beobachten, wie der MeeresADAC funktioniert. Das hintere Boot war anscheinend liegen geblieben (oder schwimmen geblieben?) und musste in den Hafen geschleppt werden.

 Wind gab es wohl nicht genug ;)

Der Kutterkorso war einfach toll. Zwar kam ich mit einem dicken Sonnenbrand zurück aber es hat sich absolut gelohnt, sich an sämtlichen Schlangen anzustellen, bis man auf den Kutter konnte.

Na dann bis zum nächsten Jahr beim 19. Kutterkorso in Norddeich!

Bis bald Ihr Lieben! 

Mittwoch, 5. August 2015

Das Wunder von Norderney

 Moin ihr Lieben,

sicher fragt ihr euch jetzt: "Häh, was für ein Wunder? Fußball?"

Ne, mit Fußball hat das nichts zu tun.
Ich war mit meiner Familie am vergangenen Sonntag mal wieder auf Norderney. Das war jetzt das 3. Mal. Bisher hatten wir NIE Glück mit dem Wetter.
Im Oktober war es nass und kalt.
Im Mai war es kälter und nasser.

Aber jetzt! Am Sonntag hatten wir dann mal richtig gutes Wetter. Die Sonne schien zwischen dünnen Wolken durch und es war warm aber nicht zu heiß.

Wir hatten unsere Fahrräder mitgenommen und so sind wir erst einmal durch die Gegend gefahren. Irgendwann kamen wir an einer kleinen Aussichtsdüne vorbei. Da mussten wir natürlich hoch. Oben angekommen sehen wir was? Na, Aussicht natürlich.
Von da oben konnten wir dann eine weitere, höhere Aussichtsdüne sehen.

 Da geht es lang zur Aussicht.

 Und da ist sie dann, die Aussicht.

 Aussicht mit Blümchen im Vordergrund

 Blümchen mit Düne im Hintergrund

 Nach der Aussichtsdüne sind wir dann weiter Richtung "Weiße Düne" geradelt. Die Weiße Düne ist bekannte als der schönste Badestrand auf Norderney.
Das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Auf dem Weg dahin - auf einem tollen Radweg durch die Dünenlandschaft - sind wir dann an einer weiteren Aussichtsdüne vorbei gekommen. Die, die wir von der anderen aus schon gesehen hatten. Das besondere an dieser Düne ist, dass sie barrierefrei zu erklimmen ist. Meine Mutter wollte eigentlich weiter fahren, aber mein Vater und ich wollten hoch und so hat sie sich geschlagen gegeben (und es auch nicht bereut ;) ).

 Der Blick auf die Stadt

 Auch das Meer konnte man von hier aus sehen

 Da am Leuchtturm sind wir letztes Mal gelandet. Dort ist nämlich der Flugplatz.

Nachdem wir auch hier die Aussicht genossen haben, sind wir dann tatsächlich bis zur Weißen Düne durchgeradelt. Unterwegs hatte ich noch einen Beinaheunfall mit einem Jagdfasan bzw einer Jagdfasänin (oder wie auch immer man die Weibchen nennt). Die flitzte nämlich plötzlich vor meinem Rad über den Weg und blieb dann stehen. Ich ebenfalls. Die Gute hatte nämlich ihre Küken auf der anderen Wegesseite gelassen und ich wollte diese nicht überfahren. Nachdem innerhalb der Familie diskutiert wurde, wer nun zu wem kommt, haben die Küken sich irgendwann ein Herz gefasst und sind den Rufen ihrer Mutter gefolgt, sodass jeder seiner Wege ziehen konnte.

Am Dünenaufgang angekommen, wurden wir zunächst von Massen an Fahrrädern förmlich erschlagen.
Nicht nur, dass ich wohl noch nie so viele Räder an einem Ort gesehen habe.... Wie voll mochte es dann am Strand sein?


Aber Pustekuchen. Da verlief sich dann alles und es war fast schon leer. Schön ist der Strand tatsächlich!
Und einfach herrlich. Und es war so warm, dass wir sogar im Meer geschwommen sind.
Sooooo toll!


Als es abends dann kühler wurde, sind wir wieder Richtung Fähre geradelt und dann nach Norddeich geschippert. Unterwegs kamen wir wieder an den Seehundbänken vorbei.
Was für ein toller Tag!Norderney ist zwar immer schön, aber bei Sonne und Wärme dann doch noch ein Stückchen schöner :D
Na dann bis zum nächsten Mal auf Norderney!

Mittwoch, 29. Juli 2015

Ich hab's doch getan - OpenAir am Meer

Moin ihr Lieben,

ich hatte euch ja vom „OpenAir am Meer“ erzählt und dass die abends zwar tolle Kinofilme zeigen, welche mir aber zu spät laufen.
Tja, was soll ich sagen? Ich konnte es dann doch nicht lassen. Ich war da und habe mir die „Minions“ angeschaut. Und es war echt klasse.


 OpenAir-Kino gibt es inzwischen ja in sehr vielen Städten. Doch dieses Ambiente mit dem Meer (oder Watt) im Hintergrund ist schon etwas Besonderes.
Aber das Kino am Meer ist nicht der einzige Programmpunkt beim „OpenAir am Meer“. An allen 4 Tagen gibt es ein tolles Kinderprogramm mit Kinderdisco, Kindertheater, Zauberern und Clowns sowie vor dem Kino Livemusik für die Großen. In der Regel treten hier regionale Künstler auf.

Das „OpenAir am Meer“ fand in diesem Jahr bereits zum 10. Mal statt.
Aus einer Idee der Erlebnisagentur iventos und des Betreibers des Norder Kinos entstanden, hat sich die Veranstaltung inzwischen zu einer festen Größe im Norddeicher Veranstaltungskalender entwickelt.
Begonnen hat das Ganze mit ca. 100 Zuschauern je Kinoabend. Am vergangenen Donnerstag haben wir dann mal wieder einen Besucherrekord geknackt. Der letzte wurde im letzten Jahr aufgestellt. 750 zahlende Kinobesucher an einem Abend. Dieses Jahr waren wir dann mehr als 1000 Menschen, die sich gemeinsam den Film angeschaut haben. Ganz schön viele. Und die meisten waren auch gut vorbereitet und hatten sich Decken mitgenommen um sich einzukuscheln. Denn warm war es nicht. Ich war schon ganz stolz, dass ich an Halstuch und Mütze gedacht hatte (Mitte Juli – darf man gar nicht drüber nachdenken), aber eine Decke wäre auch nicht schlecht gewesen. Na ja, nächstes Mal. 

 Links die Leinwand, rechts die Buden und in der Mitte die Stühle.

Besonders sympathisch ist auch die Art, wie man an Karten kommt. Wir hatten zunächst verzweifelt nach einem Stand gesucht, wo man diese bekommen kann. Nach einigem herumirren habe ich dann mal einen anderen Besucher gefragt. Die Lösung: nix Verkaufsstand. Einfach hinsetzen, melden und warten, dass jemand kommt.
Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt. Es gab rundherum Stände mit Popcorn, Getränken, Süßzeug und Fischbrötchen.
Bisher musste auch noch keine Veranstaltung wegen schlechten Wetters oder sonstigem abgesagt werden.
Einmal gab es einen Kabelbrand, weswegen der Filmbeginn nach hinten verschoben wurde. Aber selbst bei Regen setzen sich die Hartgesottenen halt mit Regenschirm und Decke hin und schauen sich die Filme an. Besucherrekorde werden dann allerdings nicht geknackt.
Und weil man bei uns an der Küste nicht einfach IRGENDEINE Großleinwand hinstellen kann, mussten die Macher sich was ausdenken. Die Leinwand, die in Norddeich steht, ist aus wasser- und windfestem Material und wird stets besonders gut befestigt. So könnte man sogar bis Windstärke 8-9 noch draußen sitzen und „Minions“ (oder was auch gerade läuft) gucken. Ob man DAS wirklich will, steht auf einem ganz anderen Blatt. ;)
Aber so, wie es am Donnerstag war, war es schon okay. Gegen wärmere Temperaturen hätte ich zwar nichts einzuwenden gehabt, aber wenigstens war es trocken. Und mal ehrlich… Wann hat man schon mal die Möglichkeit, während der Filmpause mal schnell unter einem unfassbar tollen Sternenhimmel zum Watt zu gehen und das glitzern der Insellichter in der Ferne anzuschauen?

 Gleich geht es los. Noch läuft Werbung!

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, das alles auch mal zu erleben, dann bucht schon mal euren Sommerurlaub in Norddeich.
Das nächste „OpenAir am Meer“ findet nämlich in der Zeit vom 18. – 21. Juli 2016 statt!
HIER gibt es dann irgendwann auch die Informationen dazu. Aber erst einmal wird jetzt das Wikingerlager vorbereitet, welches Morgen startet. Hier ist vielleicht was los! Am Samstag dazu noch das Hafenfest… ;)

Und ich stürze mich dann mal wieder ins Gewimmel.
Bis bald, ihr Lieben!

PS.: Ein ganz herzlicher Dank geht an Marc Pickel von iventos, der mir geduldig meine Fragen beantwortet hat!

Sonntag, 26. Juli 2015

Die Baldrianeule

Moin ihr Lieben,

nachdem der gestrige Tag eher nass und der Abend nass und stürmisch war, musste Micky für ein Fotoshooting herhalten.
Vorgestern hatte ich ihm eine Baldrianeule gekauft. Er liebt das Teil! Baldrian wirkt ja auf Katzen mehr wie eine Droge und nicht beruhigend. Bei mir hingegen wirkt der Geruch genau so, wie er soll. Nämlich beruhigend *gähn*


Er hat sich die Eule geschnappt und kurze Zeit später war sie schon vollkommen durchgesabbert. Lecker.

Heute habe ich versucht, ihn beim spielen mit der Eule zu fotografieren, aber er war dazu einfach ZU hibbelig. Aber ein paar hübsche Fotos sind - wie ich finde - doch dabei rausgekommen...

 "Ich tue mal so, als würde mich das alles nicht interessieren"

 *schleck*

 Irgendwie sieht er hier etwas bekifft aus... *alles so schön bunt hier*


Bin ich hübsch oder bin ich hübsch?

So, nun hoffen wir für heute mal auf ruhigeres Wetter.
Hier unten in der Stadt geht es mit dem Sturm noch so gerade. Aber die Urlauber auf dem Campingplatz hinterm Deich haben ordentlich zu kämpfen. Besonders die, die dort in Zelten schlafen (bzw. versuchen, diese bei dem Sturm zu retten).

Bis bald ihr Lieben! 

Donnerstag, 23. Juli 2015

Allerhand und Meer

 Moin ihr Lieben,

gestern war ich endlich mal wieder einen Sonnenuntergang angucken.
Schön war es! Leider auch zu schnell wieder vorbei, da über Juist dunkle Wolken aufzogen.




Nach dem Sonnenuntergang sind wir noch zum Hafen gelaufen. Ich hatte schon von weitem gesehen, dass dort ein Segelschiff vor Anker lag und das wollte ich mir mal genauer anschauen.

 Zunächst wurden wir aber von einer kleinen Schwalbe begrüßt.

Bisschen klein. Ein schwarzer Punkt auf türkisem Seil.


Die "Gesine von Papenburg" ist nicht einfach nur ein Segelschiff, sondern eine Schmack!
Schmacken sind Schiffstypen, die in Deutschland etwa im 18. und 19. Jahrhundert gebräuchlich waren. Die "Gesine von Papenburg" ist ein Nachbau einer Schmack. 1985 haben Auszubildende der Meyer Werft diese Schmack nachgebaut.
Wie ich ja schon in meinem Bericht über das Hafenfest berichtet habe, war Torf früher DAS Handelsgut schlechthin für die Menschen hier. Ostfrieslands Landschaft ist auch heute noch von Hochmooren, Niedermooren und Geest geprägt. Und da Torf in Mooren entsteht und früher ein wichtiger Brennstoff war, wurde dieser früher unter anderem mit Schmacken (Schmack kommt übrigens nicht von Schmackes ;) ) durch Ostfriesland geschippert.


 Schöne Details


Die "Gesine von Papenburg" gilt als die letzte fahrbare Schmack in Deutschland. Man kann sie für Tages-, Wochenend- oder mehrwöchige Touren buchen.

 Schade, dass Ebbe war. Somit war das Schiff so weit unten. 


Auf dem nächsten Bild möchte ich euch eine besondere Gedenkstätte zeigen.

Im März 2015 wurde die gebaut und im Juni offiziell eröffnet. Die Gedenkstätte für Seebestattete.
Auf Wunsch der Angehörigen wird für jeden Verstorbenen, der mit der MS Groninger bestattet wurde, eine Plakette auf der Stele "Meerblick" angebracht. Auch, wenn die Stele jetzt erst errichtet wurde, können Angehörige eine Plakette für jeden in der Vergangenheit Seebestatteten mit der MS Groninger anbringen lassen. Auf dieser Plakette stehen dann die Daten des Verstorbenen sowie die Koordinaten seines Bestattungsortes.
Ich persönlich finde das eine wunderschöne Idee. Oftmals fehlt den Angehörigen nach einer Seebestattung ein Ort, an dem sie trauern und gedenken können. In Norddeich haben sie diesen nun.


Derzeit ist in Norddeich übrigens OpenAir-Kino am Meer. Schon ziemlich cool! Aber irgendwie haben die nicht an die arbeitende Bevölkerung gedacht. Das OpenAir-Kino läuft seit Montag und geht bis heute. Aber die Filme fangen jeweils erst um 22:30 Uhr an. Viiiiiel zu spät also, wenn man am nächsten Tag raus muss. Aber cool stelle ich es mir dennoch vor.


Nochmal ein Blick vom Deich auf das Haus des Gastes mit seinem Aussichtsturm.
Sieht hübsch aus, oder?


So, nun habt ihr für heute genug gelernt ;)
Bis bald ihr lieben Menschen da draußen!

Sonntag, 19. Juli 2015

Rote Grütze mit Schuss



Moin ihr Lieben,

heute gibt es mal wieder einen Buchtipp vom mir.
Küstenkrimis sind ja genau mein Ding und deswegen führte für mich kein Weg an den Büchern von Krischan Koch vorbei. Aus Kochs Feder entstammt nämlich eine wundervolle Reihe um den urigen Dorfpolizisten Thies Detlefsen. Theis’ Revier ist das fiktive Nordfriesische Dorf Fredenbüll, in dem es neben 176 Einwohnern (noch), drei Deichen und 600 Bioschafen nicht viel mehr gibt. Gerade mal noch eine Kneipe, einen Bäcker, eine kleine Feuerwehr und einen Friseursalon. Und eben Theis’ Wache. Fredenbüll ist ein kleines und meistens absolut friedliches Dörfchen.


 Und im ersten Band „Rote Grütze mit Schuss“ ist genau das das Problem für Theis Detlefsen. Seine Wache steht nämlich auf der roten Liste des Kieler Innenministeriums. Denen passiert nämlich in Fredenbüll einfach zu wenig um die Wache noch zu rechtfertigen. Theis versucht mit allen Mitteln, die Wache vor der Schließung zu bewahren, doch nichts scheint so recht zu fruchten. Bis… Ja, bis eines Morgens der Biobauer Brodersen tot und äußerst unansehnlich in seinem Mähdrescher aufgefunden wird. War es ein Unfall oder ist im Dorf endlich mal ein richtiges Verbrechen geschehen? Und wo ist eigentlich Swaantje Ketels, die Frau des Versicherungsmaklers?
Fredenbüll ist in heller Aufregung und Theis hat endlich richtige Fälle aufzuklären. Als Unterstützung bekommt er die Kieler Kommissarin Nicole Stappenbek an die Seite gestellt, die sich zunächst an das Dorfleben und ihren neuen Kollegen gewöhnen muss.
Krischan Koch zeichnet seine Figuren so, dass man sie einfach lieben muss (die Guten zumindest ;) ). Er stellt sie Charaktere so dar, dass ich das Gefühl hatte, die Personen schon ewig zu kennen.
Ich habe nicht das Buch gelesen, sondern das (ungekürzte!) Hörbuch gehört. Gesprochen wird es von Bjarne Mädel, der mit seiner ganzen Art schafft, die Figuren lebendig werden zu lassen.
Ich kann das Buch und auch das Hörbuch nur wärmstens weiterempfehlen. An jeden, der humorige und charmante Krimis mag, in denen das Blut nicht unbedingt aus den Seiten spritzt.
Insgesamt gibt es mit Theis Detlefsen als Polizisten inzwischen drei Krimis. „Rote Grütze mit Schuss“ ist – wie gesagt – der erste. Es folgen „Mordseekrabben“ und recht neu „Rollmopskommando“. Ich werde mir die anderen beiden auf jeden Fall als Hörbuch zulegen, denn Theis ist mir einfach zu sympathisch um keine weiteren Fälle mehr mit ihm zu erleben!



Bis dahin ist jetzt aber erst einmal mal wieder ein richtig fieser Krimi dran. "Herzsammler" von Stefan Ahnhem. Absolut nichts für schwache Nerven.
Ich geh mich mal wieder ein wenig gruseln...

Bis bald, ihr Lieben :)


Schnell noch die Daten zu den Büchern und Hörbüchern:

Alle sind bei dtv erschienen und die Bücher kosten jeweils 9,95€.
Die Hörbücher sind alle ungekürzt und kosten jeweils 19,99€.
Vom ersten Band gibt es ganz neu auch eine MP3-CD, die nur 9,99€ kostet. Aber Achtung, nicht jedes Gerät kann MP3 abspielen.
HIER die Verlagsseite von Krischan Koch.



Sonntag, 12. Juli 2015

Hafenfest

Moin ihr Lieben,

gestern und heute war das Norder Hafenfest. Norden hat nämlich auch einen kleinen Hafen, der ganz früher unheimlich wichtig für die Wirtschaft in Norden und Umgebung war. Unter anderem wurde hier mit Brenntorf gehandelt.
Mit den Jahren geriet der Norder Hafen aber immer mehr in den Hintergrund und der Norddeicher Hafen rückte mehr in den Mittelpunkt für Wirtschaft und natürlich auch den Tourismus.

Der Förderverein Norder Hafen e.V. bemüht sich, den Norder Hafen wieder mehr ins Bewusstsein der Einwohner und Gästen Nordens zu rücken. Dazu dient unter anderem das Hafenfest.

Gestern hatte ich leider keine Zeit, das Hafenfest zu besuchen, da ich zunächst arbeiten musste und anschließend mit meinem Chor einen Auftritt bei einer Hochzeit in Hage hatten (und ich glaube, wir waren ziemlich gut. Zumindest hat die Brautmutter schon bei unserem Ansingen die ersten Tränen der Rührung verdrückt ;) ).
Und heute... Na ja, sagen wir es mal so... In Norden ist ein Fest. Ich möchte total gerne hin. Am Vortag wunderschönes Wetter. Sobald ich mich auf den Weg mache: REGEN. (siehe Rosenmarkt, siehe Deichflohmarkt, siehe Besuche auf Norderney (okay, kein Fest, aber trotzdem was besonderes) ). Dementsprechend auch heute. Trotzdem habe ich mir eine Freundin geschnappt und wir sind hingewatschelt.
Groß war das Hafenfest jetzt nicht, aber bei schönem Wetter wäre es sicher ganz schön gewesen. Als wir ankamen, sang der Emder Shanty Chor gerade tapfer gegen den Regen an. Die Zuschauer/-hörer waren mehr damit beschäftigt, sich unter das Vordach des Getränkestandes zu quetschen.

Vor dem Hafen waren ein paar Verkaufsstände aufgebaut. Unter anderem ein Stand mit ganz vielen Plätzchenformen.
Da ich gerade vor Weihnachten ja unheimlich gerne backe, musste ich da mal genauer hinschauen. Und dann auch kaufen:

Sterne, Herzen und Tannenbäume kann ja jeder. Dieses Jahr gibt es bei mir Bücher!

Wir haben uns dann an den Hafen gestellt, ebenfalls Schutz vor dem Regen gesucht und uns die Schiffchen angeschaut.

 Ach HIER gibt es Hoffnung...

 Schon schön so mit Blick auf eine der beiden Norder Mühlen

 Da hinten kommt der "Ausflugsdampfer" ;)

Theoretisch konnte man auch eine kleine Rundfahrt das Norder Tief hoch und runter machen. Oh, wie gerne wäre ich da mitgefahren. Aber bei dem Regen war das sicher nicht so toll. Zwar gab es eine Plane unter der man trocken hätte sitzen können, aber viel gesehen hat man dadurch nicht. Und vor der Plane wäre man nass geworden.
Trotzdem gab es einige tapfere Menschen, denen das egal war und die mitgefahren sind.
 Aussteiger und Einsteiger

Wir haben es dann allerdings vorgezogen, uns ins trockene Eiscafé zu setzen und so zu tun, als sei Sommer....


Am 1.8. findet dann in Norddeich der Kutterkorso mit lauter geschmückten Fischkuttern. Drückt mir die Daumen, dass es da wenigstens mal trocken ist :)

Aber kommenden Samstag steht erst einmal unser großes Konzert vom Chor an. Zum Glück IN der Kirche, sodass das Wetter uns piepegal sein kann.

Bis bald, ihr Lieben!