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Dienstag, 27. März 2018

"Kriminelle Energie" in Norden

Moin ihr Lieben,

das letzte Wochenende war sehr kriminell ;)

Freitags waren wir bei der Premierenlesung des neuen Ostfriesenkrimis. Letztes Jahr "musste" ich ja schwänzen, weil wir am selben Abend einen großen Auftritt mit dem Chor hatten. Aber dieses Jahr war ich auch wieder mit dabei uns es war richtig gut.



Ganz zu Beginn hat Bettina Göschl ihr Lied "Ostfriesentango" gesungen. Dann hat der Leiter unserer Sparkasse, Herr Türk, ein paar einleitende Worte gesprochen. Anschließend hat Holger Bloem, der Chefredakteur des Ostfriesland-Magazins (OMA) die Moderation übernommen und zunächst etwas über die vergangenen Premieren und natürlich über Klaus-Peter Wolfs Erfolg gesprochen.


Als Überleitung zum ersten Lesungsteil sang dann Bettina ihr Lied "Sehnsüchte eines Steins", welches im Buch eine wichtige Rolle spielt. Schon in meinem Post über die CD habe ich ja von dem Lied geschwärmt, daher fange ich damit jetzt nicht wieder an. Nur soviel: live ist es noch schöner als auf der CD :D




Dann gab es endlich die ersten Ausschnitte aus "OstfriesenFluch". Da ich inzwischen das Hörbuch schon gehört habe, waren mir die gelesenen Szenen ja durchaus bekannt. Daher habe ich mich mehr auf das fotografieren konzentriert.


 Was mir bei Klaus-Peter Wolf immer wieder auffällt und was mir bei den Lesungen so gut gefällt: er schafft es immer wieder durch seine eigene Mimik und Art zu lesen, die Stimmung der Szene rüberzubringen, als würde er die Situation selber gerade erleben. Im ersten Lesungsteil beispielsweise hat er eine sehr witzige und skurile Rupert-Szene gelesen und sich sichtlich über die Situation gefreut. Im zweiten Teil ging es dann um eine sehr ernste Szene und die Stimmung, die er rüberbrachte, war dem total angepasst. Und das auch sehr authentisch.



Ich habe ja schon viele Autoren bei Lesungen erlebt und nicht jeder schafft es, die Geschichten so zu lesen, dass man das Gefühl hat, man sei gerade mitten in der Szenerie.


Nach dem ersten Lesungsteil haben dann Bettina und ihre Komplizen das Lied "Kriminelle Energie" zum Besten gegeben und anschließend gab es dann eine kleine Pause, in der man sich entweder seine Bücher signieren lassen oder einfach ein Schlückchen trinken konnte.


Nach der Pause ging es dann mit einem Interview zwischen Klaus-Peter Wolf und Holger Bloem weiter. Die beiden haben natürlich auch über die anstehenden Verfilmungen der nächsten zwei Ostfriesenkrimis gesprochen. Auch Simon Grohe von Schiwago-Film war da und hat natürlich auch auf die Infoveranstaltung am folgenden Abend hingewiesen. Aber dazu später mehr.



Nach dem Interview hat Klaus-Peter noch ein wenig gelesen (oben erwähnte ernstere Szene) und Bettina hat zum Abschluss "Deine Insel" gesungen. Ein Lied darüber, wie wichtig es ist, sich selber mal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen, um wieder neue Kraft für den selbigen zu schöpfen.


Und dann war die Premierenlesung auch schon wieder fast vorbei. Zunächst aber wurden nochmal alle Beteiligten auf die Bühne geholt und Dankesgeschenke verteilt. Auch der Fanclub hat sich wieder eine tolle Überraschung ausgedacht, aber das ist leider ein wenig unter gegangen, da sie mehr oder weniger bei der Abmoderation vergessen wurden. Aber Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl haben sich trotzdem riesig darüber gefreut.






Ja, und am Samstag ging es dann kriminell weiter.
Da fand dann nämlich besagte Informationsveranstaltung im Reichshof zu den kommenden Verfilmungen statt.
Ich sag es gleich: da das Licht so schlecht war, ist mir nur ein Foto gelungen ;)
Aber es war auch echt interessant. Da mir klar war, dass es viele viele Informationen geben wird, war ich diesmal sogar mit Block und Stift aus gestattet, sodass ich für euch fleißg mitschreiben konnte (außerdem sah ich daher auch halbwegs professionell aus, da ich nämlich auch noch in der ersten Reihe saß :D ).

Berichtet haben die Produktionsleiterin Andrea Bockelmann, Produzent Martin Lehwald und Producer Simon Grohe (beide von Schiwago Film).

Zunächst einmal hat Simon Grohe viel allgemeines erzählt. Verfilmt werden diesmal Ostfriesenblut und Ostfriesensünde. Die Dreharbeiten finden in Norden, Emden, Aurich, Greetsiel und einer der Inseln statt (welche, das ist noch nicht bekannt) und gehen von Mai bis Juli diesen Jahres. Die Herausforderung ist hierbei, dass beide Filme sozusagen durcheinander gedreht werden.
Und natürlich auch, dass das Filmteam zur Hauptsaison hier "einfällt". Ingesamt sind 44 Drehtage geplant.
Wann genau die Filme dann letztendlich vom ZDF ausgestrahlt werden - und in welchem zeitlichen Abstand - ist noch völlig unbekannt.

Dann hat Grohe auch von den vergangenen Dreharbeiten erzählt und ein paar Bilder dazu gezeigt. Beispielsweise muss bei den Naturaufnahmen immer geschaut werden, ob man für diese nicht gerade in einem Naturschutzgebiet landet.
Denn davon gibt es hier ja so einige.
Und auch, wenn das Filmteam sich bemüht, an den realen Schauplätzen zu drehen, ist dies auch nicht immer möglich.
Beispielsweise bei der Polizei: außen darf das Gebäude gezeigt werden, aber innen durfte nicht gedreht werden. Alleine schon deswegen, weil die Polizei hier ja ab und an dann doch was zu tun hat und es ungünstig wäre, wenn über Tage x fremde Personen durch das Gebäude stapfen. Daher mussten die Innenaufnahmen der Polizei ausgelagert werden.


Auch auf das inzwischen errichtete Schild am Strand kam Simon Grohe zu sprechen. Wer seit dem letzten Sommer in Norden war, wird das sicherlich bemerkt haben.
An der Stelle, an der im Film Kai Uphoff ermordet wurde, steht inzwischen ein Schild mit der Aufschrift "Hier starb Kai Uphoff aus dem Krimi "Ostfriesenkiller" von Klaus-Peter Wolf". Dazu fiel mit wieder eine kleine Anekdote ein.
Als ich einmal in Norddeich mit meiner Kamera unterwegs war, kam eine junge Frau auf mich zu und fragte, ob ich von hier sei. Als ich bejahte, fragte sie dann, ob ich denn wüsste, wer dieser Kai Uphoff gewesen sei und warum ihm ein Schild gewidmet sei. Ob man ihn wohl kennen müsste und ob er durch einen Unfall gestorben sei. Offenbar hatte sie nur bis "Hier starb Kai Uphoff" gelesen.
Als ich ihr dann den Hintergrund erklärte, war sie dann doch beruhigt, dass es nur um eine fiktive Person ging und an der Stelle nicht tatsächlich jemand ums Leben gekommen war ;)

Bekannt gegeben wurde außerdem, dass man versuchen wolle, im Film auch die Lieder von Bettina Göschl unterzurbringen. Darauf bin ich ja mal gespannt, in welcher Art und Weise sie das machen wollen.

Außerdem wird für den Dreh noch ein Camper gesucht. Und zwar ein VW T4 Camper mit festen Hochdach mit Fenster. Am liebsten einen, der (Zitat) "blau, grau, hellgrau, dunkelgrau, unten dunkelgrau und oben hellgrau, dunkelblau unten und hellblau oben (...)" ist (gefühlt 20 Farbkombinationen wurden aufgezählt und ich konnte sie mir nicht alle merken. "Grau" und "Blau" waren aber die am häufigsten genannten Farben ;) .
Wäre ich schlau gewesen, hätte ich den Camper abfotografiert, denn ein Symbolbild wurde auf der Leinwand gezeigt. Da hatte ich aber offensichtlich einen kleinen Aussetzer und habe ihn stattdessen schnell abgemalt :D

Also ICH finde die Zeichnung sehr gelungen und Originalgetreu :D 
Wer also einen solchen Camper hat und im Zeitraum zwischen Mai und Juli für einige Tage entbehren kann (und der vor allem am besten in Norden und umzu steht), der soll sich bei Schiwago melden.

Auch über die Besetzung wurde am Samstag gesprochen. Überraschend ist zum Beispiel, dass Peter Heinrich Brix nicht mehr die Rolle des Ubbo Heide übernehmen wird. Er hat das Angebot bekommen, eine weitere Staffel "Neues aus Büttenwarder" zu spielen und außerdem die Hauptrolle in Nord Nord Mord. Da wurde ihm die Rolle des Ubbo Heide dann leider zu viel. Wer seinen Part nun übernehmen wird, ist noch nicht klar.

Im Gespräch ist aber, dass Jörg Schüttauf eine Rolle in Ostfriesenblut übernehmen könnte (das ist wohl noch nicht zu 100% in trockenen Tüchern). Fest steht, dass in Ostfriesensünde Constantin von Jascheroff eine der Hauptrollen übernehmen wird.

Nachdem das alles erzählt und berichtet war, hatten die Zuschauer noch die Möglichkeit, ein paar Fragen zu stellen.

Und dann war die Infoveranstaltung auch schon wieder vorbei.
Es war wirklich interessant, so viel über die Hintergründe zu erfahren und Simon Grohe, Andrea Bockelmann und Martin Lehwald haben es auch sehr locker und kurzweilig rübergebracht.
Ich bin schon sehr gespannt auf die Dreharbeiten. Mal schauen, wie viel wir davon konkret mitbekommen. 

So, und nun habe ich hier fast auch einen neuen Ostfriesenroman geschrieben ;) 
Daher war es das nun wieder für heute!

Bis bald, ihr Lieben!



Sonntag, 3. Dezember 2017

Eine Leiche nach der anderen!

Moin ihr Lieben,

eigentlich sollte dieser Beitrag schon seit einiger Zeit fertig sein, aber durch meinen noch bevorstehenden Umzug kam ich zu nix. Aber jetzt!
Die letzten Wochen waren sehr kriminell in Ostfriesland. Aber das kennt ihr ja schon. Für Liebesromane scheint unsere Gegend hier nicht so attraktiv zu sein. Aber um die ein oder andere Leiche in der Nachbarschaft abzulegen...

Wobei nicht alle Leichen, denen ich besonders in der letzten Woche begegnet bin, hier in Ostfriesland liegen. Aber dazu gleich mehr :D

Es fing am 6.11. an.
Nein, eigentlich gelogen. Genau genommen fingen die Ostfriesischen Krimitage schon am 27.10.2017 an, aber meine erste Lesung war dann am 6.11.
Und das auch noch ganz in der Nähe, nämlich in der Norder Kaffeemanufaktur.
Hier hatte ich nur mein Handy mit und keine Kamera, daher sind die Bilder sooo... na ja... ;)
Gelesen haben an diesem Abend gleich zwei Autoren. Zum einen Bernd Flessner (nein, nicht der Surfer ;) ) und dann auch Peter Gerdes, der nicht nur Autor, sondern auch Initiator und Organisator der Krimitage ist.
Beide lasen aus ihren aktuellen Büchern. Es war richtig spannend und auch toll von der Familie Oster aus der Kaffeemanufaktur organisiert.

Bernd Flessner

Peter Gerdes
Weiter ging es dann am 18.11. und hier wurde es dann auch international. Zunächst konnte ich aber einen weiteren Ort auf meiner Städtekarte abstreichen, denn die Lesung führte uns nach Leer. Da bin ich bisher immer nur mit dem Zug durchgefahren.
Bevor wir aber zur Lesung gegangen sind, haben wir noch einen Abstecher zu einem Buchhandelskollegen gemacht.
Nämlich zum Antiquariat Hecht. Wenn ihr mal in Leer seid, dann geht unbedingt dort vorher. Die Auswahl an Literatur ist riesig. Zwischen "normalen" Büchern finden sich auch wunderschöne Klassikerausgaben, Gedichtbände usw.
Hätte man mich dort eine Nacht eingeschlossen und würde ich nicht bald umziehen, hätte ich das Antiquariat nicht ohne einen Arm voller Bücher verlassen.


Nach einem stärkenden Abendessen ging es dann aber wirklich zur Lesung in der Sparkasse Leer.
Hier erwartete uns ein wunderbarer und kurzweiliger Abend mit niemand geringerem als Arne Dahl.
Überraschenderweise spricht der schwedische Krimiautor ziemlich gutes Deutsch, sodass die Interviewsequenzen nicht übersetzt werden mussten.


Die Lesungen aus Dahls neuem Buch "Sechs mal zwei" wurden jedoch von jemand anderen gelesen. Und zwar vom Schauspieler Roland Jankowsky (kennt ihr vielleicht aus dem Tatort und Wilsberg). Auch er hat das richtig gut gemacht.


Am Ende des Abends war ich dann um eine wundervolle Lesungserfahrung und eine Signatur von Arne Dahl reicher!


Bis zur nächsten Lesung dauerte es dann nicht mehr lange, denn gleich am 19.11. ging es weiter. Dieses Mal mussten wir auch nur bis nach Aurich fahren. Hier wartet schon im Eingangsbereich der Stadthalle Simon Beckett auf uns. Also... nicht auf uns persönlich, aber er stand schon bereit, um seine Bücher zu signieren. Hab ich gleich machen lassen und dann ging die Lesung bald schon los. Und dieses Mal hatten wir es mit unseren Plätzen richtig Glück. Bei Arne Dahl hatte es keine Sitzplatzreservierungen gegeben und da unser Essen ein wenig länger gedauert hatte, saßen wir recht weit hinten. Das war aber noch total okay. Dieses Mal hatten wir aber Sitzplatzreservierungen und saßen daher in der zweiten Reihe. Also praktisch fast auf der Bühne.


Und auch das war wieder eine richtig tolle Lesung.
Übersetzt wurde Simon Beckett von der Moderatorin Margarete von Schwarzkopf.


Auch bei Simon Beckett gab es immer wieder Interviewfragen, bei denen er über seine Arbeit und seine Bücher erzählt hat. Und dann hat er selber ein paar Seiten aus seinem neusten Buch "Totenfang" gelesen und Margarete von Schwarzkopf hat übersetzt und weitergelesen.



Es war spannend und witzig zugleich.
Und was soll ich sagen: ich freue mich jetzt schon riesig auf die ostfriesischen Krimitage 2019. Ich bin sehr gespannt, wer dann den Weg nach Ostfriesland findet!

Aber nun wünsche ich euch nach all den kriminellen Erlebnissen einen ruhigen, ersten Restadvent :)

Bis bald ihr Lieben!

Donnerstag, 24. August 2017

Auch auf Sylt geht es manchmal kriminell zu!

Moin ihr Lieben,

nach meinem Beitrag über die Lesung mit Alida Leimbach geht es hier kriminell weiter!
Am 27.7. stand nämlich schon wieder eine Lesung an. Dieses Mal war ich aber "nur" Zuschauerin und konnte die Lesung von und mit Gisa Pauly entspannt aus dem Zuschauerbereich verfolgen.



Gisa Pauly stellte nämlich ihren neuen Mamma Carlotta - Krimi "Vogelkoje" vor. Dies ist bereits der 11. Band der Sylt-Krimis.
Zunächst hat Pauly ein wenig erzählt, wer da in ihren Krimis überhaupt so mitspielt.
Wer ist Mamma Carlotta, wie sind die Familienverhältnisse bei ihrem Sohn Hauptkommissar Erik Wolf und so weiter. Durch ihre Erzählungen und passend gelesene Stellen, wurden die Personen wunderbar skizziert.
Anschließend hat sie ein paar Stellen aus dem neuen Krimi gelesen, in dem es um illegale Autorennen geht, die plötzlich auf Sylt gefahren werden und an denen unter anderem auch jemand mit einem "belegten" Leichenwagen teilnimmt. Zu allem Überfluss verunglückt genau dieser Leichenwagen und der Sarg purzelt heraus.
Also fangen Mamma Carlotta und Erik - natürlich mal wieder parallel zueinander - an zu ermitteln.
Dass das zu einigen Hindernissen und durchaus auch witzigen Situationen führt, kann sich vermutlich jeder vorstellen.


Ich habe Gisa Pauly bei dieser Lesung als sehr sympathische Autorin mit einer außergewöhnlich guten Lesestimme erlebt.
Es ist total schade, dass sie ihre Hörbücher nicht selber einliest.
Ich bin ja ein totaler Hörbuch-Fan, aber die Stimme der Sprecherin der Mamma Carlotta - Krimis hat mich nun nicht so recht überzeugt. Aber das ist ja - zum Glück - Geschmackssache.


Also: falls ihr einen ruhigen und eher witzigen Krimi sucht, der zwar nicht in Ostfriesland sondern in Nordfriesland spielt, dann seid ihr bei Gisa Pauly und Mamma Carlotta gut aufgehoben. Und wenn ihr die Autorin mal auf einer Lesung erleben könnt, dann tut das unbedingt!


Bis bald ihr Lieben!
(im nächsten Beitrag gehts dann wieder in die ostfriesische Natur. Versprochen :) ).

Samstag, 19. August 2017

"Deichkrone" - kriminelles Ostfriesland

Moin ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal wieder von einer Lesung erzählen.
Am 22.7. war bei uns in der Buchhandlung nämlich die Premierenlesung zu Alida Leimbachs "Deichkrone".
Alida Leimbach habe ich bei einer anderen Veranstaltung im vergangenen Jahr kennen gelernt und mich daher riesig gefreut, dass sie wieder nach Norden kommen wollte um dann auch noch ihr ganz neues Buch vorzustellen.
"Deichkrone" ist der vierte Teil ihrer Krimireihe und das zweite Buch - nach "Ostfriesenkind" - welches in Ostfriesland spielt.


In "Deichkrone"geht es um den Leiter eines Osnabrücker Gymnasiums, der eines Nachts auf einer dunklen, ostfriesischen Landstraße tödlich verunglückt. Schnell ist klar, dass es sich hierbei um einen Mord handelt.
Die Osnabrücker Kommissarin Birthe Schöndorf ermittelt auch in Ostfriesland - genauer in Norden und umzu - und kommt dem Täter näher, als ihr lieb ist...
Neben all der Spannung gibts aber auch einen Hauch Romantik. "Deichkrone" sowie dessen Vorgänger sind gute und handfeste Ermittlerkrimis, die nicht all zu blutig und fies sind.


Das nur ganz ganz kurz zur Handlung. Obwohl es der vierte Teil der Reihe ist, kommt man sehr gut rein in die Geschichte, da Vorkommnisse, die für die Handlung wichtig sind und in den vorherigen Büchern passiert sind, kurz angerissen sind.


Alida Leimbach hat nicht nur einige Passagen aus "Deichkrone" gelesen, sondern auch über sich, das Buch allgemein und das Schreiben erzählt. Wie sie dazu gekommen ist, welche Hürden es manchmal gibt und was sie daran so liebt.
Die Gäste haben ein reges Interesse gezeigt und der Autorin immer wieder Fragen gestellt, sodass zum Ende der Lesung noch eine rege Gesprächsrunde entstand.
Es war wirklich eine tolle Premierenlesung - im wahrsten Sinne des Wortes ein Kracher! Denn noch während der Lesung ging draußen vor der Buchhandlungstür beinahe die Welt unter und Gewitter und Regen ließen die Gäste noch eine Weile in der Buchhandlung verweilen.


Und nun kuschel ich mich mit dem nächsten Krimi auf die Couch (diesmal ein Polithriller) und höre dem heutigen Regen beim trommeln zu.
Bis bald Ihr Lieben!

Samstag, 10. Juni 2017

"Mörderjagd mit Inselblick" - Kriminelles in der Buchhandlung

Moin ihr Lieben,

am 23.5.2017 durfte ich (wieder) zwei wunderbaren Autorinnen lauschen.
Christiane Franke und Cornelia Kuhnert haben nämlich ihren neuen Krimi „Mörderjagd mit Inselblick“ vorgestellt. 


Dies ist nun schon der 4. Band der Reihe um den Rudi, Henner und Rosa. Die drei - „hauptberuflich“ eigentlich Dorfpolizist, Postbote und Lehrerin – ermitteln gemeinsam in Ostfriesland und decken jede Menge Morde auf.

Christiane Franke in Aktion...


... und Cornelia Kuhnert ebenfalls.
Dieses Mal begleiten wir Rosa zu den Ostfriesischen Literaturtagen. Diese finden bei heißem Sommerwetter in Neuharlingersiel, sowie auf den Inseln Norderney, Spiekeroog und Wangerooge statt. Rosa organisiert mit und hofft natürlich auch, Kontakte zu Literaturagenten zu knüpfen, um ihr Buch auf den Markt zu bringen.
Doch kaum hat Rosa sich ihren favorisierten Agenten geangelt, bricht dieser nach einem Herzinfarkt zusammen und ist tot. 


Als es dann kurze Zeit später den nächsten Toten zu vermelden gibt, wird auch klar, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Und so fängt unser Trio wieder an zu ermitteln.

Wie auch die drei anderen zuvor, habe ich „Mörderjagd mit Inselblick“ als Hörbuch gehört. Zum ersten Mal hat Tetje Mierendorf den Krimi eingelesen. Bisher durfte man Oliver Kalkofe lauschen. Zwar hat Tetje Mierendorf das echt gut gemacht hat, hat mir Kalkofe als Sprecher doch immer ein wenig besser gefallen. Aber das ändert ja am tollen Buch nichts.


Wer also Lust hat auf einen witzigen, unblutigen Krimi mit Nordseeflair, der liegt mit den Büchern von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert genau richtig.

Und wer mal die Möglichkeit hat, eine Lesung der beiden zu besuchen, der sollte das auf jeden Fall mal tun. Denn die beiden Autorinnen machen das großartig und absolut kurzweilig. Sie lesen mit verteilten Rollen, erzählen zwischendurch kleine Anekdoten und es macht einfach großen Spaß, ihnen zuzuhören.


Und da ich nun wieder fast ein Jahr warten muss, bis der nächste Krimi der beiden erscheint, verschlägt es mich nun erst einmal nach Nordfriesland zu den Krimis von Krischan Koch. Der schreibt nämlich ebenfalls humorige Küstenkrimis. Und nachdem ich mit „Backfischalarm“ nun schon durch bin, wartet gerade „Flucht übers Watt“ - sein erster Krimi, der nun neu aufgelegt wurde – auf mich. Nur so als Tipp ;)

Bis bald, ihr Lieben!

PS: 
hier noch ein paar Bilder :)



Sonntag, 23. April 2017

Inselfrühling auf dem Festland

Moin ihr Lieben,

am vergangenen Donnerstag war Sandra Lüpkes wieder im LeseZeichen. Sie hat dort aus ihrem neuen Buch „Inselfrühling“ gelesen und auch musiziert. Bereits vor 2 Jahren habe ich ja meine erste Lesung mit ihr besucht. Ihr erinnert euch (HIER)?

„Inselfrühling“ ist bereits der vierte Band um Jannike und ihr kleines Inselhotel. 


„Frühlingsgefühle bei Windstärke zwölf.
In Jannikes charmantem Inselhotel beginnt die Saison: Im Frühling soll für die ersten Gäste alles blitzen und strahlen und besonders einladend sein. Denn etwas ist anders in diesem Jahr: Jannike ist hochschwanger. Sie und Mattheusz erwarten Zwillinge! Die Freude ist riesig. Doch Zeit und Muße, die letzten Wochen Zweisamkeit zu genießen, haben die beiden nicht. Denn als es wegen heftiger Frühlingsstürme zu dramatischen Dünenabbrüchen am Leuchtturm kommt, gerät Jannikes geliebtes Zuhause in Gefahr. Manch einer fühlt sich sogar an den alten Fluch erinnert, der vor fast zweihundert Jahren das Ende der Insel prophezeit hat.“ (Zitat: Rowohlt Verlag)



Ich liebe die Reihe um das kleine Inselhotel.
Lustigerweise fehlt mir noch der erste Band, aber der wird die Reihe bei mir auch noch vervollständigen. Aktuell wartet der 4. Band noch darauf, gelesen zu werden und die Lesung hat mir da auch echt Lust drauf gemacht!


Sandra Lüpkes hat nicht nur gelesen, sondern auch musiziert.
Wie beim letzten Mal hatte sie wieder das Minikeyboard mit Schlauch (ich krieg noch raus, wie das heisst) mit, sowie ein Horn und eine Säge (ja, eine Säge).


Mit viel Charme hat die sympathische Autorin es während der Lesung geschafft, den Figuren Leben einzuhauchen und hat somit die Veranstaltung zu einem kurzweiligen Erlebnis gemacht. Die Zuschauer hingen ihr praktisch an den Lippen und plötzlich war der Abend schon rum.



Auch einer Säge kann man Töne entlocken ;)
Mir persönlich hat die Lesung richtig gut gefallen.
Es war eine gelungene Mischung aus Musik und Lesung.
Ich hoffe sehr, dass Sandra Lüpkes im nächsten oder übernächsten Jahr wieder nach Norden kommt!


So, dann verkrieche ich mich jetzt erstmal aufs Sofa und träume mich ins kleine Inselhotel. Und wenn es so weiter geht, wie es in der Lesung angefangen hat, wird es diesmal noch aufregender und spannender!
Ich lasse mich überraschen.
Bis bald :)